Konfiguration
Portalum.ini
Die INI-Datei verbindet Portalum mit der richtigen Datenbank und enthält zentrale Start-, Anmelde- und Laufzeiteinstellungen.
CashDeskBack OfficeAccess ControlTechnikerEntwickler
Für Anwender
Beim Programmstart ermittelt Portalum zunächst die zu verwendende INI-Datei. Aus dieser Datei liest das Programm, mit welcher Datenbank es arbeiten soll, wo gemeinsame Dateien liegen und ob eine Anmeldung oder Datenbankauswahl angezeigt wird. Eine falsche oder nicht erreichbare Konfiguration kann deshalb verhindern, dass Portalum startet.
Was die Datei steuert
- Verbindung zu einer JET-/Access- oder SQL-Datenbank
- Gemeinsamer Ordner für Berichte, Ressourcen und weitere Dateien
- Automatische Anmeldung und Auswahl mehrerer Datenbanken
- Verbindungsprüfung, Protokollierung und Datenbankverhalten
Was Anwender beachten
- Die Datei nicht umbenennen, verschieben oder manuell kopieren.
- Passwörter und Servernamen nicht per E-Mail oder Screenshot weitergeben.
- Bei einer Datenbankauswahl immer den vorgesehenen Betrieb auswählen.
- Änderungen ausschließlich durch eingewiesene Techniker durchführen lassen.
Wichtig: Die INI-Datei kann Zugangsdaten enthalten. Sie gehört nicht in allgemein zugängliche Ordner und darf nicht zusammen mit Diagnoseunterlagen ungeprüft weitergegeben werden.
Typische Meldungen beim Start
| Beobachtung | Bedeutung | Vorgehen |
| INI-Datei wird nicht gefunden | Der hinterlegte Pfad ist ungültig oder die Datei fehlt. | Techniker prüft Registry-Eintrag, Programmordner und Dateiberechtigungen. |
| Datenbankauswahl erscheint | Select Database ist aktiviert und mehrere Datenbankabschnitte sind vorhanden. | Den für den Arbeitsplatz vorgesehenen Eintrag auswählen. |
| Server antwortet nicht | Die optionale Ping-Prüfung oder der SQL-Verbindungsaufbau ist fehlgeschlagen. | Netzwerk/VPN prüfen; nicht auf eine andere Datenbank ausweichen. |
| Ordner für Dateien fehlt | Folder for Files ist nicht vorhanden oder nicht erreichbar. | Freigabe, Laufwerkspfad und Berechtigungen prüfen lassen. |
| Anmeldung schlägt fehl | Automatische oder manuelle Zugangsdaten sind ungültig. | Keine Zugangsdaten ausprobieren; Administrator verständigen. |
Für Techniker
Suchreihenfolge der Hauptanwendungen
CashDesk, Back Office und Access Control verwenden beim Start dieselbe Suchlogik. Ein vorhandener Registry-Pfad wird nur akzeptiert, wenn die bezeichnete Datei tatsächlich existiert. Andernfalls wird der ungültige Wert entfernt und die Suche fortgesetzt.
| Priorität | Quelle | Details |
| 1 | Benutzerspezifische Registry | HKCU\Software\PORTALUM\Divergent INI File, Wertname des jeweiligen App.ProductName. |
| 2 | Allgemeine Benutzerkonfiguration | Gleicher Registry-Schlüssel, Wertname General. |
| 3 | Vorgabe des Setups | HKUS\.DEFAULT\Software\PORTALUM\Divergent INI File, Wertname General. |
| 4 | Programmordner | PORTALUM.ini im Ordner der gestarteten EXE. |
In der Entwicklungsumgebung wird stattdessen die Datei devINI\PORTALUM.ini unterhalb des Source-Stamms verwendet. Fehlt sie, wird die Ausführung angehalten.
Übergabe per Programmparameter
Geltungsbereich: Der Parameter /INI wird von EasyConn-basierten Werkzeugen und einzelnen Zusatzanwendungen ausgewertet. Der aktuelle Startweg von CashDesk, Back Office und Access Control liest diesen Parameter nicht; dort gelten Registry und Programmordner.
EasyConn liest den Parameter über ParseCommandString("INI", Command$). Üblich ist ein vollständiger Dateipfad, beispielsweise:
Zusatzanwendung.exe /INI="D:\Portalum\Konfiguration\Portalum.ini"
Ohne Parameter verwendet EasyConn eigene Registry-Werte (EasyConn), anschließend die allgemeine Portalum-Vorgabe und zuletzt eine INI-Datei im Programmordner. Kann keine Datei bestimmt werden, kann das Werkzeug eine Dateiauswahl anzeigen.
Datenbankabschnitt auswählen
- Portalum liest
[Application Login] und den Schlüssel Select Database.
- Bei
False wird der Abschnitt [Database] verwendet.
- Bei
True werden Abschnitte nach dem Muster [Database-Name] gesammelt und zur Auswahl angeboten.
- Schlägt die Verbindung fehl, kann als Rückfall
[Case Database] verwendet werden, sofern dort ein unterstützter Typ konfiguriert ist.
Abschnitte [Database], [Database-Name] und [Case Database]
| Schlüssel | Wert / Vorgabe | Wirkung |
Typ | JET oder SQL | Wählt den Datenbanktreiber und die nachfolgenden Verbindungsangaben. |
Jet Database Fileanme | Vollständiger MDB-Pfad | JET-Datenbankdatei. Die historische Schreibweise Fileanme muss exakt beibehalten werden. SELECT öffnet eine Dateiauswahl. |
Folder for Files | Vorhandener Ordner | Gemeinsame Basis für Berichte, Ressourcen, Protokolle und weitere Dateien; nicht mit der Datenbankdatei verwechseln. |
SQL User | SQL-Benutzer | Anmeldename für den SQL-Server. |
SQL Password | Codierter Wert | Wird vor dem Verbindungsaufbau durch Portalum dekodiert. Der Dateizugriff muss trotzdem eingeschränkt werden. |
SQL Servername | Server/Instanz | Name des SQL-Servers. SELECT startet die vorgesehene Serverauswahl. |
SQL Databasename | Datenbankname | Name der SQL-Datenbank. SELECT startet die vorgesehene Datenbankauswahl. |
Server IP for Ping | IP-Adresse, optional | Prüft die Erreichbarkeit vor dem Verbindungsaufbau. Bei einem Fehler kann der Verbindungsversuch dennoch bestätigt werden. |
Cursor Location | CLIENT | Bestimmt die ADO-Cursorposition für die SQL-Verbindung. |
UseRollBack | Boolean | Übergibt die Verwendung der Rollback-Funktion an die Datenbankschicht. |
DefaultDB | Name, optional | Kompatibilitätsschlüssel für Programme, die ohne interaktive Auswahl eine Startdatenbank benötigen. |
Abschnitt [Application Login]
| Schlüssel | Wirkung |
User | Vorgabe für den Portalum-Benutzer. Unterstützte Platzhalter sind USERNETWORKNAME/NETWORKNAME, COMPUTERNAME und LASTUSER/LASTNAME. |
Password | Passwort für die automatische oder vorbelegte Anmeldung. |
Auto Login | Führt die Anmeldung mit den hinterlegten Angaben automatisch aus. |
Select Database | Aktiviert die Auswahl aus den Abschnitten [Database-Name]. |
Abschnitte [DB Engine] und [POS Engine]
| Abschnitt / Schlüssel | Wirkung |
[DB Engine] Loglevel | Steuert die Ausführlichkeit der Datenbankprotokollierung. |
[DB Engine] ForceTCPIP | Erzwingt für die SQL-Verbindung das TCP/IP-Protokoll. |
[DB Engine] CloseDB in [SEC] | Zeit bis zum Schließen einer inaktiven Datenbankverbindung; Vorgabe im Code: 15 Sekunden. |
[DB Engine] Close SQL | Steuert das explizite Schließen der SQL-Verbindung. |
[DB Engine] EnableCache | Aktiviert den Cache der Datenbankschicht. |
[DB Engine] ShowDebug | Aktiviert zusätzliche technische Ausgaben der Datenbankschicht. |
[POS Engine] Debug | Aktiviert Diagnoseausgaben der POS-Komponente. |
Neutrale Beispiele
Die folgenden Muster enthalten absichtlich keine realen Server, Benutzer oder Passwörter.
[Database]
Typ=SQL
SQL Servername=SERVER\INSTANZ
SQL Databasename=PORTALUM
SQL User=PORTALUM_USER
SQL Password=<codierter Wert>
Folder for Files=\\DATEISERVER\Portalum
Cursor Location=CLIENT
UseRollBack=True
[Application Login]
Auto Login=False
Select Database=False
[DB Engine]
Loglevel=1
ForceTCPIP=True
CloseDB in [SEC]=15
Close SQL=True
EnableCache=True
ShowDebug=False
[Database]
Typ=JET
Jet Database Fileanme=D:\Portalum\Daten\Portalum.mdb
Folder for Files=D:\Portalum\Dateien
[Application Login]
Auto Login=False
Select Database=False
Kontrollierte Diagnose
- Ermitteln, welche EXE und welcher Windows-Benutzer betroffen sind.
- In der Suchreihenfolge prüfen, welche INI-Datei tatsächlich gewählt wird.
- Dateiexistenz und Leserechte prüfen; Registry-Werte immer als vollständigen Dateipfad behandeln.
Typ, Datenbankangaben und Folder for Files gemeinsam prüfen.
- Bei SQL zuerst Netzwerk/Ping, danach Server, Datenbank und Zugangsdaten testen.
- Debug- und Logeinstellungen nur für die Diagnose aktivieren und anschließend zurücksetzen.
Für Entwickler
| Quellfundstelle | Verantwortung |
Frontends\Portalum\common\RegConst.bas | Konstanten, Registry-Pfade, Dateiname und FindINIDatei. |
Frontends\Portalum\common\GlobalDaten.bas | INI-Schlüssel, Datenbankauswahl, OpenMainDB und OpenDBFromINIFile. |
Frontends\Portalum\common\EasyConn.bas | Abweichende Suchfolge und Unterstützung des Parameters /INI. |
Frontends\Portalum\common\Login.frm | Automatische Anmeldung und Auflösung der Benutzerplatzhalter. |
Kompatibilität: Schlüsselbezeichnungen sind Schnittstellen. Insbesondere Jet Database Fileanme und CloseDB in [SEC] dürfen nicht sprachlich korrigiert oder ohne Migrationslogik umbenannt werden.